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Mieterselbstauskunft: Unterlagen auf Fälschung prüfen

Veröffentlicht 2026-10-19 VermieterRatgeber

Auf eine gute Wohnung kommen schnell dutzende Bewerbungen, und mit jeder Bewerbung ein Stapel PDFs: die Mieterselbstauskunft, drei Gehaltsabrechnungen, eine Bonitätsauskunft, manchmal ein Kontoauszug. Jedes Dokument für sich sieht ordentlich aus. Genau darauf verlässt sich, wer eine Zahl ändert oder ein Dokument ganz erfindet — dass der Vermieter jedes Blatt einzeln liest.

Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie die Unterlagen gegeneinander prüfen, worauf Sie bei jedem Dokument achten und was eine Prüfung der PDF-Datei leisten kann — und was nicht.

Welche Unterlagen Vermieter üblicherweise verlangen

  • Die Mieterselbstauskunft selbst: Name, aktuelle Anschrift, Arbeitgeber, Nettoeinkommen, Zahl der Bewohner.
  • Einkommensnachweise, meist die Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate; bei Selbstständigen der letzte Steuerbescheid oder eine Bestätigung des Steuerbüros.
  • Eine Bonitätsauskunft, zum Beispiel den SCHUFA-BonitätsCheck oder eine vergleichbare Auskunft.
  • Manchmal eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung des bisherigen Vermieters oder eine Arbeitgeberbescheinigung.

Wann Sie was verlangen dürfen, regelt der Datenschutz: Die Aufsichtsbehörden empfehlen ein gestuftes Vorgehen, bei dem Einkommensnachweise und Bonitätsauskunft erst angefordert werden, wenn ein Mietvertrag konkret in Aussicht steht — nicht schon bei der Besichtigung. Was davon im Einzelfall zulässig ist, klären Sie mit Ihrem Verband oder einer Rechtsberatung; dieser Text ist keine.

Der wichtigste Schritt: die Unterlagen gegeneinander lesen

Ein einzelnes gefälschtes Dokument kann in sich stimmig sein. Schwer ist es, drei verschiedene Dokumente so zu fälschen, dass sie auch zueinander passen. Prüfen Sie deshalb zuerst die Verbindungen:

Drei Unterlagen einer Bewerbung nebeneinander — Gehaltsabrechnungen, Kontoauszug und Bonitätsauskunft — und darunter vier Abgleiche: Nettolohn gleich Gehaltseingang, gleicher Arbeitgeber und gleiche Personalnummer jeden Monat, gleicher Name und gleiche Anschrift überall, jede Datei aus der Software, die sie ausstellt.
Vier Abgleiche zwischen den Unterlagen einer Bewerbung. Die Daten sind fiktiv.
  • Der Nettolohn auf jeder Gehaltsabrechnung erscheint als Gehaltseingang auf dem Kontoauszug — im selben Betrag, ungefähr zum selben Tag im Monat, mit dem Arbeitgeber als Auftraggeber.
  • Arbeitgeber, Personalnummer, Steuerklasse und Krankenkasse sind auf allen drei Gehaltsabrechnungen gleich.
  • Name und Anschrift stimmen auf Selbstauskunft, Gehaltsabrechnung, Kontoauszug und Bonitätsauskunft überein. Ein Umzug erklärt eine Abweichung — dann sollte er auch in der Selbstauskunft stehen.
  • Das angegebene Nettoeinkommen in der Selbstauskunft entspricht dem Netto auf den Abrechnungen, nicht dem Brutto.

Passt eine dieser Verbindungen nicht, ist das noch kein Beweis für eine Fälschung — aber ein guter Grund, nachzufragen, bevor Sie weitermachen.

Gehaltsabrechnungen

Rechnen Sie nach: Brutto minus Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, gegebenenfalls Kirchensteuer und Sozialabgaben muss das Netto ergeben. Die Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung liegen zusammen bei rund einem Fünftel des Bruttos; eine Abrechnung mit auffällig niedrigen Abzügen ist eher erfunden als falsch gerechnet. Öffnen Sie außerdem die Dateieigenschaften: Eine echte Abrechnung erzeugt das Lohnprogramm des Arbeitgebers oder seines Steuerbüros, nicht Word, Canva oder ein PDF-Editor. Ausführlich: Gefälschte Gehaltsabrechnung erkennen.

Kontoauszug

Bitten Sie um das PDF aus dem elektronischen Postfach des Online-Bankings, nicht um einen Screenshot. Rechnen Sie den Saldo nach — Anfangssaldo plus Gutschriften minus Belastungen ergibt den Endsaldo — und prüfen Sie, ob die Datei nach der Ausstellung erneut gespeichert wurde. Viele Bewerber schwärzen Buchungen, die mit der Miete nichts zu tun haben. Das ist verständlich, aber auch eine Bearbeitung der Datei: Vereinbaren Sie vorab, was geschwärzt werden darf, und lassen Sie sich die entscheidenden Zahlen im Online-Banking zeigen. Mehr dazu: Gefälschten Kontoauszug erkennen.

SCHUFA- oder Bonitätsauskunft

Achten Sie auf das Ausstellungsdatum — eine Auskunft, die ein halbes Jahr alt ist, sagt wenig über heute — und darauf, dass Name und Anschrift mit der Selbstauskunft übereinstimmen. Manche Bonitätsauskünfte tragen einen Code, mit dem Sie die Echtheit direkt beim Anbieter bestätigen können. Wenn Ihre Auskunft einen solchen Code hat, nutzen Sie ihn: Das ist zuverlässiger als jede Prüfung der Datei, weil der Anbieter selbst antwortet. Wie das beim SCHUFA-BonitätsCheck geht, zeigt SCHUFA-Auskunft gefälscht? So prüfen Vermieter die Echtheit.

Hat die Auskunft keinen solchen Code, bleibt die Datei: Wer hat das PDF geschrieben, wann wurde es zuletzt geändert, und passen Schriften und Layout auf allen Seiten zusammen?

Mietschuldenfreiheitsbescheinigung und Arbeitgeberbescheinigung

Diese beiden Dokumente sind oft schlichte Briefe — leicht zu schreiben und leicht zu fälschen. Am zuverlässigsten ist ein kurzer Anruf: beim bisherigen Vermieter oder bei der Personalabteilung. Suchen Sie die Telefonnummer dafür selbst heraus, zum Beispiel über das Impressum des Arbeitgebers, und nehmen Sie nicht die Nummer, die auf dem Dokument steht. Hinweise zur Arbeitgeberbescheinigung: Arbeitgeberbescheinigung prüfen.

Was eine Prüfung der PDF-Datei leisten kann — und was nicht

Eine forensische Prüfung liest die Teile einer PDF-Datei, die man im Viewer nicht sieht: welche Software sie geschrieben hat, ob sie nach der Ausstellung erneut gespeichert wurde, ob Schriften und Struktur zur angeblichen Herkunft passen, und bei Kontoauszügen, ob die Salden aufgehen. Sie zeigt zu jedem Befund den Beleg, auf dem er beruht.

  • Sie ist keine Bonitätsprüfung und ersetzt keine SCHUFA-Auskunft.
  • Sie fragt weder beim Arbeitgeber noch bei der Bank nach.
  • Sie kann eine Schwärzung nicht von einer geänderten Zahl unterscheiden — beides ist eine Bearbeitung der Datei.
  • Ein Foto oder Screenshot wird als Bild geprüft: Ein Bild kann nicht belegen, aus welchem Dokument es stammt.

Sie ist deshalb ein Baustein neben dem Abgleich der Unterlagen und dem Anruf, kein Ersatz dafür. Wo sie hilft: Sie findet in Minuten, was bei dreißig Bewerbungen niemand mit dem Taschenrechner nachprüft.

Wenn etwas nicht stimmt

Fragen Sie nach, bevor Sie urteilen. Eine geschwärzte Zeile, ein Arbeitgeberwechsel oder ein Kontoauszug als Umsatzübersicht haben oft eine einfache Erklärung, und wer ehrlich ist, kann sie geben. Bitten Sie dann um das Originaldokument aus einer Quelle, die Sie nachprüfen können.

Bestätigt sich der Verdacht, lehnen Sie die Bewerbung ab und bewahren Sie Dateien und Notizen auf. Falsche Angaben in einer Selbstauskunft können nach der Rechtsprechung auch nach Vertragsschluss Folgen haben — ob und welche, ist eine Frage für Ihre Rechtsberatung.

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Prüfen Sie es, bevor Sie vertrauen.

Laden Sie das PDF zur kostenlosen Prüfung hoch — das Ergebnis erscheint sofort auf dem Bildschirm, und der vollständige Bericht mit jedem Hinweis ist für Ihre ersten 3 Prüfungen kostenlos.

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Forensische Verifizierung beliebiger PDFs — Kontoauszüge, Rechnungen, Quittungen und mehr. Spezialgebiet: PL- & UA-Banken. Betrieben aus Kiew, Ukraine.

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